{"id":49715,"date":"2021-02-17T16:30:00","date_gmt":"2021-02-17T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/?p=49715"},"modified":"2026-02-15T17:31:01","modified_gmt":"2026-02-15T16:31:01","slug":"geisteswissenschaftliches-verbundprojekt-zur-klimawandelkompetenz-gefoerdert-durch-die-volkswagenstiftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/en\/geisteswissenschaftliches-verbundprojekt-zur-klimawandelkompetenz-gefoerdert-durch-die-volkswagenstiftung\/","title":{"rendered":"The Humanities collaborative project to address climate change expertise funded by the Volkswagen Foundation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schon lange ist klar, dass der Klimawandel ein so umfassendes Problem ist, dass alle wissenschaftlichen Disziplinen an seiner Bew\u00e4ltigung mitwirken m\u00fcssen. Was aber die Literaturwissenschaft hier beitragen kann, ist vielleicht nicht gleich einsichtig. Hierzu haben Prof. Dr. Julia Hoydis (anglistische Literaturwissenschaftlerin, zur Zeit Universit\u00e4t Graz), Prof. Dr. Roman Bartosch (Literaturdidaktiker, Universit\u00e4t zu K\u00f6ln) und Prof. Dr. Jens Martin Gurr (Anglist an der UDE) gerade ein Projekt von der VolkwagenStiftung, der&nbsp;<\/strong><strong>gr\u00f6\u00dften privaten deutschen wissenschaftsf\u00f6rdernden Stiftung<\/strong><strong>, eingeworben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Projektleiterin Julia Hoydis erkl\u00e4rt: &#8222;Das F\u00f6rderformat &#8218;Originalit\u00e4tsverdacht&#8216; passt genau zu unserem Vorhaben.&nbsp;Abseits ausgetretener Pfade k\u00f6nnen hier einzelne Wissenschaftler:innen oder kleine Projektteams neue Theorien, Konzepte oder Ans\u00e4tze entwickeln und erproben und in einem Aufsatz oder einem gemeinsamen Buch zur Diskussion stellen.&#8220; In dieser F\u00f6rderlinie wurden in den letzten Jahren meist weniger als 10% der Antr\u00e4ge bewilligt. Das Projekt &#8222;Climate Change Literacy&#8220; der drei Forscher:innen wurde hier nun ausgew\u00e4hlt und wird ab Oktober 2021 f\u00fcr 12 Monate mit rund 140.000 \u20ac gef\u00f6rdert. Finanziert werden insbesondere Forschungssemester und damit wertvolle Zeit zum gemeinsamen Denken und Schreiben. Roman Bartosch erkl\u00e4rt: &#8222;Vor dem Hintergrund einer rein naturwissenschaftlich gepr\u00e4gten Verengung des Begriffs &#8222;literacy&#8220; auf einen kompetenten Umgang mit Daten wollen wir zeigen, wie wichtig ein breiteres, auch kulturwissenschaftliches und schlie\u00dflich literaturdidaktisches Verst\u00e4ndnis von &#8222;literacy&#8220;, w\u00f6rtlich ja &#8222;Lesef\u00e4higkeit&#8220;, ist. Wir wollen damit auch einen Beitrag zum rasch wachsenden Feld interdisziplin\u00e4rer Klimawandelforschung leisten.&#8220; Das Projekt reagiert damit auf die eindringlichen wissenschaftlichen wie politischen Pl\u00e4doyers, die Herausforderungen des Klimawandels und seiner Einbettung in komplexe individuelle gesellschaftliche kulturelle Kontexte anzugehen. Jens Martin Gurr erl\u00e4utert: &#8222;Ein zentrales Problem ist doch, dass wir alle theoretisch wissen, dass wir handeln m\u00fcssen \u2013 und wir wissen auch, was zu tun ist. Wir erleben aber als Einzelne den Klimawandel als ein so gro\u00dfes, komplexes und \u2013 noch jedenfalls \u2013 oft abstraktes Ph\u00e4nomen. Und wir haben als Einzelne oft das Gef\u00fchl, dass es auf unseren pers\u00f6nlichen Beitrag doch gar nicht ankommt.&#8220; Hierzu entwickelt das Projekt ein neues Verst\u00e4ndnis von &#8222;Klimawandelkompetenz&#8220;, das auf einer Neubewertung der M\u00f6glichkeiten und Leistungen von Literatur beruht. Die Zusammenarbeit zwischen Literatur-, Kulturwissenschaft und Literaturdidaktik hat dabei das Potenzial, wichtige Einsichten zur Rolle von Geschichten und darauf aufbauenden Handlungsoptionen zu erlangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt f\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Julia Hoydis<\/p>\n\n\n\n<p>julia.hoydis@uni-due.de<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20250615061429\/https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20250615061429im_\/https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/resources\/img\/komet_logo_schrift.svg\" alt=\"Kompetenzfeld Metropolenforschung\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>2025 competence in the field of urban research UA Ruhr<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20250615061429\/https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20250615061429im_\/https:\/\/metropolenforschung.uaruhr.de\/resources\/img\/logo_ua_ruhr.svg\" alt=\"UA Ruhr\"\/><\/a><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon lange ist klar, dass der Klimawandel ein so umfassendes Problem ist, dass alle wissenschaftlichen Disziplinen an seiner Bew\u00e4ltigung mitwirken m\u00fcssen. 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