01.12.2022

5. KoMet-Tag über "Transfromative Wissenschaft" erfolgreich durchgeführt - 80 Teilnehmer:innen haben über Reallabore diskutiert!

Am 07. Dezember 2023 fand der 5. KoMet-Tag zum Thema "Transformative Wissenschaft - Welche Rolle haben Reallabore? statt. Die Organisation des diesjährigen Events haben die beiden KoMet-Wissenschaftlerinnen Petra Schweizer-Ries (Hochschule Bochum) und Renée Tribble (TU Dortmund) gemeinsam übernommen. 

Zum angekündigten Inhalt: Stadt- und Metropolraumforschung untersuchen und begleiten die vielfältigen, komplexen Vorgänge urbaner Transformationen zunehmend in sogenannten Reallaboren; ein Begriff, der mittlerweile regelrecht als Buzzword verwendet wird. Mit dem Reallabor-Ansatz werden innovative Wege einer transformativen und kollaborativen Stadt- und Planungsforschung untersucht und zugleich Veränderungen erprobt: Akteur: innen aus den unterschiedlichen Systemwelten (Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaft, intermediäre Akteur: innen) arbeiten in Reallaboren im Idealfall auf Augenhöhe zusammen, intervenieren und experimentieren in realweltlichen Räumen, um so Ergebnisse zu generieren, die sowohl wissenschaftlich als auch praxisrelevant sind. Dadurch können Reallabore aktiv zur Transformation von Städten und Metropolräumen beitragen.

Beim KoMet-Tag 2023 sollte der Begriff des „Reallabors“ geschärft,  aber auch hinterfragt und aus unterschiedlichen Perspektiven spezifiziert werden. Folgende Fragen stellte der KoMet-Tag 2023 in seinen Fokus: Wer sind Forschende,wer Ko-Forschende? Können im Sinne eines kollaborativen Forschungsansatzes – wie dem des participatory action research – tatsächlich alle Schritte von Fragestellung bis Evaluation in Ko-Formaten erarbeitet und durchgeführt werden? Gleichzeitig sind Reallabore in der Stadt keine Labore im naturwissenschaftlichen Verständnis, sondern einzigartig im Hinblick auf Ort, Zeit, Wissen und individuelle Beteiligte. Im Gegensatz zu Experimenten in Laboren kann nicht in den Ausgangszustand zurückgekehrt werden, da immer Veränderungen im Erfahrungswissen generiert werden, welche eine inner transition anstoßen. Sollte in Anbetracht dessen überhaupt von „Laboren“ gesprochen werden? Welches Verständnis braucht es für Reallabore als transformative Wissenschaft?

Das geplante Format des KoMet-Tags 2023 war wie folgt:

      Wir konnten drei Keynotes gewinnen: Constanze Kernbach, Prof. Dr. Daniel J. Lang und Prof. Dipl-Ing. Rudolf Scheuvens
      Es wurde überwiegend im Kleingruppen-Format an Thementischen dialogisiert und ein Raum für gemeinsame Aktionen zugelassen. An jedem           
          Thementisch wurden fachlichen Inhalte von ausgewählten Expert:innen gegeben, die möglichst aus verschiedenen Systemwelten kommen. Zudem            
          wurden die Thementische begleitet von in Wandelprozessen erfahrenen, externen Moderator:innen.
      Folgende Tische  wurden eingerichtet:
                1_Reallabore in der Praxis
                2_Nachhaltige Transformation durch soziale Innovation
                3_Beschleuniger der Transformation? – Reallabore und die Mobilitätswende sowie Geschäftsmodelle für Sharing-Mobilität (Reallabor GenoMobil)                     4_Reallabor Universität - Kompetenzen und Wissenstransfer der nächsten Generation
                5_Wie gelingt die Zusammenarbeit in der Transformation? Aktivierung von Akteur:innen und Formate für Kooperation in kommunalen                      
                   Zusammenhänge
                6_Reallabore als Instrument zur Transformation beruflicher Rehabilitation
                7_Regionen als Reallabore für Klimaneutralität? Das EU-Projekt TRANSFORMER lädt ein zu Reflektion und Austausch

           Weitere Details zu den Inhalten, Moderator:innen und Inputgeber:innen der Thementischen finden Sie HIER.

      ▶  Die Dokumentation des 5. KoMet-Tags wird im März auf dieser Webpage erscheinen. Sie ist HIER (dann) downzuloaden. 

*********** Diese Veranstaltung wurde von der Emschergenossenschaft und der NRW.BANK unterstützt. Herzlichen Dank!