Lehrangebote für Doktorand:innen in der UA Ruhr

An allen drei UA Ruhr-Universitäten existieren zahlreiche, auch gemeinsame, Promotionsprogramme und -angebote mit engem Bezug zur Metropolenforschung.

NRW-FORTSCHRITTSKOLLEGS UND PROMOTIONSPROGRAMME MIT METROPOLENBEZUG

Zu den Promotionsprogrammen in der UA Ruhr zählen folgende drei NRW-Fortschrittskollegs, die metropolitanen Fragestellungen nachgehen.

Future Water 
Das Fortschrittskolleg beschäftigt sich mit dem urbanen Wasserkreislauf, wird vom Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) an der Universität Duisburg-Essen sowie Beteiligten der Ruhr-Universität Bochum, des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und weiterer Institutionen der Region koordiniert.

Energieeffizienz im Quartier – clever versorgen.umbauen.aktivieren 
Unter Federführung der Fakultäten Raumplanung, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät der Technischen Universität Dortmund setzt sich das inter- und transdisziplinäre Fortschrittskolleg mit der Steigerung der Energieeffizienz im Quartier auseinander.

Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region (RePliR) 
Getragen vom Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum und vom Centrum für Religion und Moderne der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verfolgt das Fortschrittskolleg das Ziel, religiöse Pluralität und ihre Regulierung sowie, deren Auswirkungen und potentielle Konflikthaftigkeit zu erforschen.

Darüber hinaus setzen sich Promovierende in den folgenden Promotionsprogrammen mit der Metropolenforschung auseinander:

Advanced Research in Urban Systems (ARUS) 
Das internationale und interdisziplinäre Promotionsprogramm wird von vier Fakultäten der Universität Duisburg-Essen begleitet und widmet sich der Stadt- und Metropolenforschung.

Bochum Graduate School Applied Research on Enhanced Geothermal Energy Systems (AGES) 
Das Promotionsprogramm wird von der Hochschule Bochum und der Ruhr-Universität Bochum getragen und zielt auf die Entwicklung von Konzepten und Technologien zur Gewinnung und Nutzung von Erdwärme aus petrothermalen Reservoirs und zur Versorgung von Metropolregionen mit Strom, Wärme und Kälte aus Tiefengeothermie ab. Außerdem forschen die Beteiligten zur Akzeptanz und Nachhaltigkeit von geothermische Infrastrukturprojekten.

IN-EAST School of Advanced Studies 
Das Promotionsprogramm ist an der Universität Duisburg Essen angesiedelt, umfasst sechs Nachwuchsforschungsgruppen, davon drei mit unmittelbarem Metropolenbezug, und unternimmt den Versuch innovative Qualifizierungsstrukturen mit von Post-Docs geleiteten Nachwuchsforschungsgruppen in den Gesellschafts- und Geisteswissenschaften zu etablieren.

WEITERE ANGEBOTE IN DER UA RUHR

Promovierende im Kompetenzfeld haben des Weiteren die Möglichkeit, die Angebote in der UA Ruhr zu nutzen. Eine zentrale Anlaufstelle ist hierbei die Research Academy Ruhr (RAR). Die RAR ist die gemeinsame Plattform der Ruhrgebietsuniversitäten zur Förderung von Wissenschaftler:innen auf dem Karriereweg. Das Programm der RAR für Promovierende umfasst u.a. die Frühjahrs- und Herbstakademie zur Kompetenzentwicklung während der Promotion, das Wirtschaftskolleg zu außeruniversitären Karrierewegen und mentoring3, ein zweijähriges Mentoringprogramm für Doktorand:innen in der UA Ruhr.

PROMOTIONEN UND WISSENSCHAFTLICHE KARRIERE

Insgesamt wurden im thematischen Umfeld des Kompetenzfeldes Metropolenforschung seit 2010 über 100 unmittelbar einschlägige Promotionen angenommen bzw. schon abgeschlossen,

  • davon über 60 Promotionen allein in der Fakultät Raumplanung der TU DO,
  • ca. 30 Promotionen zur Metropolenforschung in den Geo- und Sozialwissenschaften der RUB,
  • über 30 Promotionen unmittelbar zur Metropolenforschung im ARUS-Programm und in weiteren einschlägigen Arbeitsgruppen der UDE.

Zahlreiche der Promovierten sind nach der Promotion weiterhin national und international wissenschaftlich tätig, andere Promovierte sind in verantwortlichen Positionen nationaler und internationaler Unternehmen und Verbände sowie in Ministerien tätig. Mehrere im Umfeld des Kompetenzfeldes ausgebildete Nachwuchswissenschaftler:innen sind inzwischen selbst auf Professuren berufen worden.