Stadtgestalt, Gesellschaft und Kultur

Die Stadt mit ihren Bauten und Räumen sowie Nutzungen und Umnutzungen prägt Wahrnehmungen, Vorstellungen, Deutungen und Aneignungen ebenso wie Narrative, Skripte und Medialisierungen von Stadt. Diese Prozesse und deren Erforschung finden statt in Auseinandersetzung mit heterogenen Sozialstrukturen, Unterschiedlichkeiten bei Denkmustern und Identitäten, Zugängen zu Gütern sowie Herausforderungen der sozial-räumlichen Kohäsion und Integration. Geistes-, kultur-, sozial-, bildungswissenschaftliche oder planerische Untersuchungen von Gestaltung, Deutung und Aneignung städtischer Räume als Geschichts-, Gegenwarts- und Zukunftsorte sind daher unabdingbar für ein umfassendes Verständnis metropolitaner Systeme.

Forschungsfragen

  • Welche Narrative, Skripte, Medialisierungen begleiten und prägen metropolitane Entwicklungen auf allen räumlichen Ebenen zu verschiedenen Zeiten?
  • Welche Deutungs- und Aneignungsmuster der Bewohner/-innen metropolitaner Räume lassen sich identifizieren – und welche Rolle können diese für eine integrative Planungspraxis spielen?
  • Wie prägen Architektur (alltägliche wie ikonische) und gebaute Umwelt Wahrnehmungen, Deutungen, Identität (und Identifikation) der Metropolen?
  • Mit welchen städtebaulichen und architektonischen Mitteln lassen sich nachhaltige, funktional und sozial vielfältige und schöne Stadtquartiere schaffen?
  • Welchen Beitrag leistet die Erforschung urbaner Imaginarien zu einer inter- und transdisziplinären Metropolenforschung?
  • Welche Rolle spielen Sichtbarkeit und Umgang mit den historischen Schichten der Stadt für Geschichtsbewusstsein gerade in heterogenen Stadtgesellschaften?
  • Und welche Rolle spielen die Umnutzungen und das Wissen um solche Umnutzungen historischer Gebäude?
  • Wie beeinflusst der demographische Wandel (Migration, Alterung, Heterogenisierung) die räumliche und soziale Kohäsion in metropolitanen Räumen?
  • Wie wirkt sich die soziale Ungleichheit auf die Lebenschancen der Menschen (in Bezug auf Gesundheit, Lebenserwartung, Leistungsfähigkeit oder Wohlbefinden) aus?
  • Wie funktionieren heterogene städtische Quartiere unter heutigen Bedingungen von Diversität und Ungleichheit? Unter welchen Bedingungen gelingt das Zusammenleben einer heterogenen Bewohnerschaft?
  • Inwiefern werden der Zugang zu und die Nutzung von wesentlichen Ressourcen der Lebensgestaltung durch den sozialräumlichen Wohnkontext für verschiedene soziale Gruppen und Lebenslagen erleichtert oder erschwert?

Für weitere Informationen und bei Interesse an einer Mitarbeit nehmen Sie bitte Kontakt mit Felix Rudroff, M.A. aus der Geschäftsstelle auf, er betreut dieses Forschungsfeld.

Beteiligte Wissenschaftler/innen