Deutung, Aneignung und Gestaltung von metropolitanen Räumen

Wenngleich Metropolen immer schon mehr waren als nach quantitativen Kriterien identifizierbare Ballungsräume, so ist doch erst in neuerer Zeit deutlich geworden, wie zentral lange Zeit als "weich" (und damit letztlich als untergeordnet) betrachtete Fragen der Wahrnehmung und Deutung metropolitaner Räume für ein umfassendes Verständnis sind. So haben Wahrnehmungen, Vorstellungen, Deutungen (also "urbane Imaginarien") z. B. unmittelbare ökonomische Folgen etwa für den Tourismus oder für Investitionsentscheidungen.
Geistes-, sozial- oder bildungswissenschaftliche Untersuchungen von Mustern der Deutung und Aneignung urbaner Räume sind daher unabdingbar für ein umfassendes Verständnis metropolitaner Systeme.

Forschungsfragen

  • Welche Narrative, Skripte, Medialisierungen begleiten und prägen metropolitane Entwicklungen auf allen räumlichen Ebenen zu verschiedenen Zeiten?
  • Welche Deutungs- und Aneignungsmuster der Bewohner/innen metropolitaner Räume lassen sich identifizieren – und welche Rolle können diese für eine integrative Planungspraxis spielen?
  • Wie prägen Architektur (alltägliche wie ikonische) und gebaute Umwelt Wahrnehmungen, Deutungen, Identität (und Identifikation) der Bewohner/innen und Besucher/innen von Metropolen?
  • Welchen Beitrag leistet die Erforschung urbaner Imaginarien zu einer inter- und transdisziplinären Metropolenforschung?

Für weitere Informationen und bei Interesse an einer Mitarbeit nehmen Sie bitte Kontakt mit M.A. Felix Rudroff aus der Geschäftsstelle auf, er betreut dieses Forschungsfeld.

Beteiligte Wissenschaftler/innen