KoMet-Wissenschaftler erarbeiten regionale Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet - 200-seitige Publikation veröffentlicht

Die KoMet-Wissenschaftler Prof. Dr. Daniel Hering (Fakultät für Biologie, UDE), Prof. Dr. Harald Zepp  und Prof. Dr. Thomas Schmitt (beide: Geographisches Institut, RUB) sind beteiligt an der Erarbeitung der „Regionalen Biodiversitätsstrategie Ruhrgebiet“. Das Projekt wird seit Mitte 2020 im Rahmen der Ruhr-Konferenz als Teilprojekt der „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ von der Landesregierung gefördert. Die Erarbeitung der Strategie erfolgt durch ein Konsortium aus der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) unter der Federführung des RVR. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet das Netzwerk Urbane Biodiversität die Biodiversität im Ruhrgebiet und leitet Vorschläge zu ihrem Erhalt und zu ihrer Förderung ab. Die 200-seitige Publikation "Positionen zu einer Regionalen Biodiversitätsstrategie Ruhrgebiet" finden Sie hier: https://urbane-biodiversitaet.de/positionspapiere.html

Die Positionspapiere behandeln neun Themenfeldern:  Arten- und Biotopschutz, Industrienatur, Urbane Landwirtschaft, Urbane Waldnutzung, Freiflächen und Biotopverbund, Klimawandel und Klimaanpassung, Stadtgrün und sozialer Zusammenhalt, Urbanes Grün und Gesundheitsvorsorge sowie Umweltbildung. Als finaler Projektoutput soll ein Handlungskonzept aufgestellt werden, das im Beteiligungsprozess der Region zur „Strategie Grüne Infrastruktur“ konkretisiert und von der Verbandsversammlung des RVR beschlossen wird. 


„Evaluating the impact of nature-based solutions“ - Neues Handbuch von der Europäischen Kommission veröffentlicht - unter Mitwirkung von Dr.-Ing. Julita Skodra


Das Handbuch von der Europäischen Kommission "Evaluating the impact of nature-based solutions" wurde Anfang Mai veröffentlicht, um Entscheidungsträger:innen und Praktiker:innen bei der Entwicklung wissenschaftlich valider Überwachungs- und Bewertungspläne für die Bewertung naturbasierter Lösungen (NbS) zu helfen. 17 EU-finanzierte NbS-Projekte und kooperierende Institutionen haben zur Entwicklung des Handbuchs beigetragen.

Dr.-Ing. Julita Skodra, Institut für Urban Public Health (InUPH), Mitglied des KoMet-Forschungsfelds StadtGesundheit, trug zu mehreren Abschnitten des Handbuchs bei und war koordinierende Hauptautorin des Kapitels 2 (Grundsätze für die NbS-Leistung und Folgenabschätzung). Sie hat zu den interdisziplinären Diskussionen mit theoretischen Grundlagen der StadtGesundheit und der nachhaltigen Entwicklung sowie zu den praktischen Erfahrungen mit der Bewertung von NbS aus dem EU-finanzierten CLEVER Cities-Projekt beigetragen.

Das Handbuch präsentiert eine Reihe belastbarer Indikatoren und Methoden zur Bewertung der Auswirkungen naturbasierter Lösungen in 12 gesellschaftlichen Herausforderungsbereichen.

Das neue Handbuch steht hier zum Download bereit. Einen Anhang mit zusätzlichen Indikatoren ist hier verfügbar.

„A tale of one City“ Neue Veröffentlichung zu Tangier und Gibraltar von Prof. Dr. Haller


Prof. Dr. Dieter Haller (RUB) schließt ein Metropolenprojekt mit der Monographie “Tangier/Gibraltar – A tale of one City” – An Ethnography (Transcript, Bielefeld 2021) ab. Das Projekt untersuchte die Beziehungen politischer, demographischer, ökonomischer und v.a. kultureller Art zwischen den beiden Städten. Der kulturhistorische Teil basiert v.a. auf dem Material früherer mehrjähriger Feldforschungen in der Region (Gibraltar 1995/96; Tanger 2013-heute) sowie auf Archivarbeit; der ethnologische Teil widmet sich dem Brexit und seiner Auswirkung auf die Beziehungen zwischen den beiden Städten sowie zwischen Marokko und der EU (Feldforschung 2019-20). Mit der Forschung über die z.T. sehr alten Verbindungen werden die Begrifflichkeiten von Identität, Ethnizität und Kultur hinterfragt und neu gefasst.

Sammelband "Wege zur schönen Stadt – Akteure, Erfahrungen, Handlungsstrategien" von Dr. Sandra Huning und Prof. Uwe Altrock herausgegeben
Wege zur schönen Stadt – Akteure, Erfahrungen, HandlungsstrategienWege zur schönen Stadt cover (Uwe Altrock, Sandra Huning (Hrsg.)


Wie baut man eine schöne Stadt? Band 25 der Planungsrundschau stellt unterschiedliche Vorstellungen und Deutungen bei Stadtnutzern, Planerinnen, Investoren und Architektinnen sowie in Denkmalpflege und Stadtumbau vor. Die Buchkapitel und Interviews mit Fachleuten aus unterschiedlichen Professionen zeigen, wie unterschiedliche Vorstellungen der "Schönheit" von Stadt immer wieder konflikthaft aufeinandertreffen, und sie zeichnen mit Hilfe vieler Beispiele ein buntes Bild kreativer Vermittlungs- und Gestaltungsstrategien, die von gestalterischen, stadtkulturellen und sozialen Prinzipien ebenso geleitet werden wie von Ressourcen-, Rendite- und Gewinnorientierung sowie technischen Erfordernissen. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen bei der Vermittlung von Schönheit erkennbar und konkrete Rahmenbedingungen der heutigen Stadtproduktion kritisch hinterfragt. Gleichzeitig werben die Beiträge für eine Offenheit gegenüber vielfältigen Perspektiven.

Weitere Informationen zum Sammelband finden Sie hier

"Charting Literary Urban Studies - Text as models of and for the City" von Prof. Jens Martin Gurr erschienen

Routledge


Wir freuen uns, Sie auf die Veröffentlichung des Buches "Charting Literary Urban Studies: Texts as Models of and for the City" von Prof. Jens Martin Gurr im New Yorker Routledge Verlag hinzuweisen:

Abstract

Guided by the multifaceted relations between city and text, Charting Literary Urban Studies: Texts as Models of and for the City attempts to chart the burgeoning field of literary urban studies by outlining how texts in varying degrees function as both representations of the city and as blueprints for its future development. The study addresses questions such as these: How do literary texts represent urban complexities – and how can they capture the uniqueness of a given city? How do literary texts simulate layers of urban memory – and how can they reinforce or help dissolve path dependencies in urban development? What role can literary studies play in interdisciplinary urban research? Are the blueprints or 'recipes' for urban development that most quickly travel around the globe – such as the 'creative city', the 'green city' or the 'smart city' – really always the ones that best solve a given problem? Or is the global spread of such travelling urban models not least a matter of their narrative packaging? In answering these key questions, this book also advances a literary studies contribution to the general theory of models, tracing a heuristic trajectory from the analysis of literary texts as representations of urban developments to an analysis of literary strategies in planning documents and other pragmatic, non-literary texts.

Publikationsangaben: Jens Martin Gurr. Charting Literary Urban Studies: Texts as Models of and for the City. New York: Routledge, 2020. ISBN 9780367628345

Link zur Verlagsseite: https://www.routledge.com/Charting-Literary-Urban-Studies-Texts-as-Models-of-and-for-the-City/Gurr/p/book/9780367628345#sup

Open Access: https://doi.org/10.4324/9781003111009

KoMet-Forschungsfeld produziert STANDORT-Themenheft zur Wissensmetropole Ruhr

Wissenschaftler:innen des Forschungsfelds Wissensmetropolen im Kompetenzfeld Metropolenforschung der Universitätsallianz Ruhr haben gemeinsam ein Themenheft des „STANDORT – Zeitschrift für Angewandte Geographie“ produziert. In einem Editorial, einem Interview und sechs wissenschaftlichen Beiträgen widmen sich die Autor:innen unterschiedlichen Aspekten der Wissensmetropole Ruhr. Als Wissensmetropole wird dabei eine urbane Agglomeration verstanden, deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung von der Fähigkeit zur Erzeugung und Anwendung bzw. Nutzung sowie zur Aufnahme und Verbreitung von Wissen abhängt. Das Themenheft wurde von Prof. Matthias Kiese koordiniert, einem der Co-Sprecher des Forschungsfelds Wissensmetropolen. Weitere Informationen zum Forschungsfeld Wissensmetropolen erhalten Sie hier. 

Link zum STANDORT-Themenheft